HIV Symptome Erkennen

HIV Symptome treten erstmals in der akuten Phase unmittelbar (ab der zweiten bis zur sechsten Woche) nach der Ansteckung auf, sie sind dann grippeähnlich und so deutlich, dass der/die Betreffende in der Regel zum Arzt geht, wo wahrscheinlich ein Blutbild inklusive AIDS-Test gemacht wird.

Das Menschliche Immunschwäche Virus gehört zu den Retroviren innerhalb der Gattung der Lentiviren, wenn Symptome ignoriert werden und niemand die Erkrankung behandelt, folgt nach mehrjähriger Inkubationszeit der Ausbruch von AIDS (erworbenes Immundefizienzsyndrom, englisch: acquired immunodeficiency syndrome).

HIV-Symptome müssen untersucht werden, die Infektion ist nichtamtlich meldepflichtig (§ 7 Infektionsschutzgesetz), das heißt, das diagnostizierende Labor übernimmt die Meldung an das Robert-Koch-Institut. Die Daten werden so anonymisiert, dass eine Identifikation des HIV-Patienten durch das Krankenhauspersonal oder Pfleger nicht möglich ist.

HIV Symptome der ersten Phase

Die Krankheit wird in vier Phasen unterschieden, innerhalb derer mehr oder weniger starke Symptome auftreten. Zunächst folgt auf die Ansteckung eine akute Phase, die bis spätestens sechs Wochen nach der Ansteckung ausbricht und wiederum vier bis sechs Wochen dauert. Die typischen HIV Symptome dieser Phase sind grippeähnlich, die Patienten haben Fieber, ihnen ist übel, sie leiden unter geschwollenen Lymphknoten und Nachtschweiß.

Je nach Häufigkeit werden bei der akuten Infektion folgende Symptome unterschieden:

- Fieber – 80%
- Abgeschlagenheit und Müdigkeit – 78%
- Unwohlsein, Krankheitsgefühl – 68%
- Kopfschmerzen, Appetitverlust und Gelenkschmerzen (Arthralgien) – je 54%
- Hautausschlag und Nachtschweiß – je 51%
- Übelkeit und Muskelschmerzen (Myalgien) – je 49%
- Durchfall (Diarrhoe) sowie Fieber in Kombination mit Ausschlag – je 46%
- Schluckschmerzen (Pharyngitis) – 44%
- Geschwüre im Mund (orale Ulzerationen) – 37%
- steifer Nacken (geschwollene Lymphe) – 34%
- mehr als 2,5 kg Gewichtsverlust – 32%
- Lichtempfindlichkeit – 24%

Die Symptome treten teilweise gar nicht auf, werden missdeutet oder ignoriert. Wer beispielsweise wegen einer Grippe grundsätzlich nicht zum Arzt geht, würde sich bei einem der häufigsten HIV Symptome – Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen – gar nicht untersuchen lassen.

Betroffene berichten jedoch, dass sich HIV Symptome durchaus von denen unterscheiden, die infolge von Erkältungskrankheiten auftreten. Das Fieber, der Durchfall und die Schmerzen, unter anderem die Nackensteife, sind untypisch. Zudem dürfte der betroffenen Person klar sein, dass sie sich unter Umständen angesteckt haben könnte.

Daher sind die beschriebenen Symptome immer ein Grund, den Arzt aufzusuchen. Gesetzlich Versicherte erhalten den AIDS-Test gratis, bei Privatpatienten kostet er um 30 Euro. Getestet wird mit dem positiven HIV-RNA-Test und einem negativen oder grenzwertigen Bestätigungstest.

HIV Symptome der folgenden drei Phasen

In der Latenzphase vermehren sich die HI-Viren, es gibt allerdings kaum körperliche Symptome. Die Betroffenen leiden allerdings psychisch meist nicht unerheblich. Diese Latenzzeit dauert durchschnittlich zehn Jahre (minimal neun, maximal elf Jahre). Aus dieser Latenzphase kann sich, muss sich aber nicht das Vollbild AIDS entwickeln, was wiederum in Monaten geschehen kann.

Der Aids Related Complex (ARC) zeigt klinische HIV Symptome, diese gehören allerdings nicht zu den Erkrankungen, durch welche AIDS definiert ist. Vielmehr bewirkt die Immunschwäche eine starke Anfälligkeit für Infektionen jeglicher Art. Wenn jetzt keine Behandlung erfolgt, bricht das Vollbild AIDS aus.

Die eigentliche Krankheitsphase mit der Diagnose AIDS ist durch AIDS definierende Erkrankungen gekennzeichnet, sogenannte opportunistische Infektionen. Ein intaktes Immunsystem würde sie gut verkraften, bei HIV-positiven Patienten sind die Abwehrkräfte des Organismus´ zu sehr geschwächt. Wenn die T-Helfer-Zellen im Patientenblut unter 200-400 pro µl Blut sinken, muss dringend therapiert werden. Zu den HIV Symptomen im Spätstadium kann auch eine subkortikale Demenz gehören.

Zu beachten ist, dass die Symptome allein den Ausbruch beziehungsweise die Krankheit nicht beweisen, hierzu gehört zwingend ein Test.

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